Die umgebaute Aula der Franziskusschule ist hell und modern, die Gänge rundherum erschienen uns aber auch kahl und leer. Bei unseren Überlegungen, wie sie mit Farbe und Leben erfüllt werden könnten, nahmen wir uns ein Beispiel an Keith Haring, und entwarfen nach seinem Vorbild „Menschen in Bewegung“ im Stil der amerikanischen „POP-Art“. Keith Haring, ein amerikanischer Künstler, lebte von 1958 bis 1990. Schon als Kind malte und zeichnete er mit großer Begeisterung zunächst Comics. Das Kunststudium nach der Schule machte ihn aber nicht zufrieden, sondern er suchte eigene Wege. Er zog nach New York und lernte dort die angesagte Graffiti- Kunst kennen. Die großen, leeren Flächen in den U- Bahnen und an Häuserwänden reizten ihn, sie mit Leben zu erfüllen. Das war natürlich verboten, deshalb musste er sehr schnell arbeiten, um nicht von der Polizei erwischt zu werden. Aus wenigen Linien entstanden bellende Hunde, tanzende und sich umarmende Männchen, fliegende Untertassen und andere Phantasiegebilde in leuchtenden Farben. Schon bald begeisterten sich viele Menschen für seine Arbeiten. Sie wurden schnell in Amerika und auch bald weltweit beachtet und berühmt. In Deutschland bekam er 1986 den Auftrag, 100 Meter der Berliner Mauer zu bemalen als „Protest gegen die Lächerlichkeit von Grenzen und Feindschaft“.
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